Montagmorgen im September

Moin. Montagmorgen. Wie immer: Im Osten geht die Sonne auf, die Vöglein fangen an zu fliegen …, na ja, hier weniger, dafür fliegen ferner im Osten auch heute Morgen wieder die Artilleriegeschosse & Raketen.

Wer hat da noch den Durchblick?

Und überhaupt: Stürmische Zeiten kommen auf uns zu. Die Einen sitzen die einfach so aus, mehr oder weniger gemütlich, …

… andere sind skeptisch. Schließlich muss alles irgendwann irgendwie bezahlt werden. Was bleibt dann noch übrig? Bleibt überhaupt noch was übrig? Wie sieht es mit den Hilfen des Staates aus?

Die Antworten bleiben im Verborgenen. „Die ganz oben brauchen dieses Geld nicht“, sagt Bärbel Bas, unsere Bundestagspräsidentin, zum dem jüngsten Entlastungspaket der Scholz-Habeck-Lindner-Regierung. Sie hätte sich mehr Differenzierung gewünscht, um gezielt den Schwächsten zu helfen. Erzählt sie. Aber zusagen hat sie in der Sache nichts.

Anderseits geht es aber auch um die Gleichheit, die Gleichbehandlung. Deshalb wird bspw. die Energiekostenpauschale – mittlerweile – an alle gezahlt, aber brutto. Wer viel verdient und viel Steuern zahlen muss, dem bleibt weniger …. Na ja, schauen wir mal, was am Ende die Banken zu leeren Konten sagen.

Bei alledem sollten wir nicht vergessen, dass sich unser Klima aus allen unseren Befindlichkeiten nichts macht, sondern sich derweil weiter verändert. Und das für uns Menschen nicht zum Guten. Wie hoch wird hier an der dänischen Westküste wohl die Nordsee in 100 Jahren stehen? Wahrscheinlich würde Frau P. dann nasse Füße kriegen.

Und bei uns quasi vor der Haustür, an der Ostsee, dürfte dann auch kaum noch Platz für die Strandkörbe sein. Der durchschnittliche Meeresspiegelanstieg beträgt seit 1993 über 3 mm pro Jahr, Tendenz steigend.

Tja, so hat jeder seine Ansichten & Aussichten. Mit Blick nach Osten wird gerade mal wieder lautstark gefordert, den Ukrainern alles zu liefern, was schießt – besonders was schwer schießen kann. Sollen wir jetzt Panzer liefern, zumal Putin den russischen Gashahn aktuell zugedreht hat? „Gebt uns die Werkzeuge, wir erledigen den Job“, hat der ukrainische Verteidigungsminister Resnikow neulich in einem Interview gesagt. Ok, Krieg ist zwar Schietkram, aber was spricht schlussendlich dagegen? Herr Scholz, ich möchte es nur verstehen.

Das sind meine Gedanken an diesem Montagmorgen im September. Jeder hat dazu wohl seine eigenen, so wie es heute für die einen noch Sommer ist, für andere schon Herbst. Wie auch immer, auch morgen wird die Sonne wieder über der Bucht aufgehen. Die Zeit, sie läuft. Wir laufen mit.


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5 Gedanken zu “Montagmorgen im September

  1. mannisfotobude 12. September 2022 / 11:51

    Ich hätte die Energiepauschale das dem Jahreseinkommen festgesetzt dann wären alle außer vor die es nicht benötigen. Ferner hätte ich von allen Politiker erwartet dass sie darauf verzichten. Das wäre ein Geste gewesen aber ich habe noch von niemand gehört der freiwillig darauf verzichtet.
    Eine Schande meiner Meinung nach. Wenn ein Finanzminister sich erlaubt eine Traumhochzeit auf Sylt zu feiern egal was es kostet dem würde ich die 300.-Euro Energiepauschal um die Ohren hauen !

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    • Meier Sven 13. September 2022 / 7:12

      Moin Manni. Ja, diese Kritik ist häufig zu hören: Zu viel Gießkanne, zu wenig Differenzierung. Stimmt, ab einem gewissen Einkommen könnte man sicher gut auf die 300 € brutto verzichten, aber keiner wird es tun.
      Grüße von der Ostsee

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  2. Doris S aus H (@88_doris) 12. September 2022 / 19:28

    Ich bin zwar weder Herr Scholz noch Frau Lambrecht, aber für mich liegt die Antwort auf der Hand. Erstens darf es keine deutschen Alleingänge bei der Lieferung von Panzern geben und zweitens hat noch keine NATO-Staat Panzer westlicher Herstellung in die Ukraine geliefert. Ein Grund dürfte sein, dass Putin das als ein Überschreiten „roter Linien“ sehen würde. Entsprechende Verlautbarungen aus dem Kreml gibt es.
    Wir mögen zwar über seine „Spezialoperation“ als Begriff schmunzeln, denn für uns ist der Einmarsch Russlands in die Ukraine ein imperialistischer Angriffskrieg. Aber eben für Putin nicht. Wenn er allerdings diese „roten Linien“ überschritten sieht, könnte er das als „Kriegserklärung“ auffassen und hätte dadurch ganz andere Möglichkeiten der Mobilmachung im eigenen Land. Ich weiß nicht, ob das gut wäre, weder für die Ukraine noch Europa.
    Wer Frieden will, muss Waffen liefern? Ja, aber nicht unbedingt jede. Und wenn doch, dann sollte die NATO das erklären.

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    • Meier Sven 13. September 2022 / 7:33

      Moin. Du meinst also, verstehe ich dich da richtig, dass Deutschland mit der Lieferung von Panzern zur „Kriegspartei“ werden könnte? Ich habe zwar nie gedient und wenig Ahnung vom Militär, aber eins verstehe ich dann nicht: Wir liefern bereits schweres Gerät, Artilleriegeschütze und Panzerhaubitzen, aber mit der Lieferung von Panzern sollte eine „rote Linie“ überschritten werden? Na ja, ich will dein Argument nicht beiseiteschieben, aber es erschließt sich mir nicht so ganz.
      Denn, was eine „Generalmobilmachung“ in Russland betrifft: Ist es vielleicht so, dass Putin sich die politisch gar nicht mehr erlauben kann, weil er dann zugeben muss, mit seiner „Spezialoperation“ gescheitert zu sein? Aber: Ich weiß es nicht.
      Grüße in Richtung Alte Heimat

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