Moin. Ick bün Klaus, Käpt’n Klaus

Dat is mien Travemünde an de Travemündung up’n Priwall. Aver ik kunn ok’n büschen Hochdeutsch.

Möwen hebbt wi hier överall. Dat Problem: De Touristen füttern de Möwen un deshalb warn se hen un wer bistig, wenn se nix kriegen.

Schippe hebbt wi ok jeden Dag. Achtern is de Passat, een ole Frachtensegler vun vor 100 Jahrn, vörn de niege Valdivia, een 178-Meter-Containerschipp. De führt vun Klaipeda over Travemünde na Antwerpen un verdeilt Blechkisten.

Un tschüss. Dat kann da buten een büschen kabbelig warn. Aver wi bruk Regen. Is man bannig dröge. Dat Klima wandelt sik! Nich gud. Gar nich gud!

De Kieker, de kiekt so dösig, weil in Travemünde so viel gebaut wird. Für Touristen. Geld regeert de Welt. Isso. War so un blievt so. Punkt!

Disse Bank zum Beispiel soll 20.000 Euro gekostet haben. Seggt man so. Aver de Investor seggt nix un zahlt dat wohl ut sien Portokasse.

De Yachthavn, de Passat un de Maritim-Hotel.

De Boote vun de Freetied-Käpt’ns.

Herr Meier seggt: 1,80 Euro für eine Kugel Eis ist eine Infaltion von 100 Prozent in 11 Jahren, 2011 waren es noch 90 Cent in Timmendorf, heute wohl auch 1,80. Die Renten sind in der Zeit übrigens nur um Pi mal Daumen 25 Prozent gestiegen.

Tee is gud, aver hier to düer. Un överhaupt, mol Klartext: Gewerbetreibende müssen hier ziemlich hohe Mieten zahlen und versuchen die natürlich von ihren Kunden wieder reinzuholen. So erklären sich die relativ hohen Preise. Dahinter steckt das Kalkül, dass die Leute im Urlaub nicht so auf den Euro achten und bereit sind, mehr auszugeben als sie es im Alltag zuhause tun würden.

Nee, wi gahn in mien Stuuv, da gifft it ok wat. Un wi könn de Schippe up de Trave vörbi fahrn sehn. Anmerkung: Daher stammt auch der Begriff „Giftbude“, weil’s da wat gifft 😉


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Pfingsten oder wat?

Der NDR: „Nach rund zehn Jahren Vorlaufzeit ist es soweit: Die neu gestaltete Travepromenade macht den Promenaden-Rundlauf im zu Lübeck gehörenden Seebad Travemünde komplett.“

Zur Feier gab’s ein Seebad-Kulturfestival an der Trave bzw. der Ostsee mit Kleinkunst, Musik und kulinarischen Spezialitäten. Natürlich war Pfingsten der (See)-Bär los, auch dank 9-Euro-Ticket. Äh …, woher stammt überhaupt diese Redewendung und wie war das noch mit Pfingsten?

A weiß ich: Wenn früher ein Zirkus oder Jahrmarkt in einer Stadt war, dann gab es oft auch Bären, die Kunststücke vorführten …, und B, Pfingsten, was hat das damit auf sich? Außer dass uns das ein dreitägiges Wochenende beschert?

Übrigens: Die Bratwurst im Brötchen kostet (hier) mittlerweile 4,50 €. Wollte ich nur mal erwähnt haben. Pommes 3,00 €. Öl ist teuer geworden. Sagen sie. Zurück zu Pfingsten:

Ich sag’s mal so: Ich glaube, die Alten, zu Zeiten als die Passat noch über den Atlantik segelte, die wussten das. Die Jungen, die Seegelschiff mit ee schreiben, weil es ja von See kommt, die kennen nur Motorschiffe und sind nicht mehr in der Kirche. Oder so ähnlich 🙂

Nee, ohne flachs: Die evangelische Nordkirche hatte bei ihrem Zusammenschluss (HH, SH, MV) vor 10 Jahren rund 2,4 Mio. Mitglieder, jetzt sind es knapp 1,9 bei Pi mal Daumen gleichbleibender Einwohnerzahl. Zählen wir die wenigen Katholen dazu, ist etwa nur jeder Dritte Norddeutsche ein Kirchensteuerzahler. Aber für 100 Prozent war der gestrige Pfingstmontag kein offizieller Arbeitstag. Na ja, dat is eben so. Und zu der Bedeutung von Pfingsten verweise ich lieber auf Wikipedia, bevor ich mich hier bannig blamiere 😉

Op Platt seggt wi: „Do du dat Diene, Gott deit dat Siene.“ Un ik segg: Ik do dat Miene un bin mol wedder för’n paar Dag weg. De Job ropt. 😉


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